Am vierten Tag mussten wir von den Rocky Mountains wieder Abschied nehmen. Während
unserer Rückreise nach Calgary konnten wir die Gebirgslandschaft noch ausgiebig
betrachten. Banff, Lake Minnewanka und der Cascade Mountain boten sich als ideales
Fotomotiv dar.
In Calgary bestiegen wir dann ein Flugzeug um um 13:05 Uhr in Richtung Victoria abzuheben.
Aus der Luft konnte man noch einmal einen schönen Blick auf die Stadt Calgary erhaschen.
Besonders gut konnte man erkennen, dass es die am weitesten ausgedehnte Stadt Kanadas ist
(bei ca. 1 Mio. Einwohnern beträgt die Fläche 460 km²). Während des Fluges
nach Westen zogen die Rockies unter uns weg. Da wir in eine andere Zeitzone wechselten
(also praktisch eine Stunde gewonnen hatten) landeten wir in Victoria (British Columbia)
um 13:35 Uhr Ortszeit. Leider regnete es und die Temperatur von 9°C war nicht gerade
angenehm. Doch auch das konnte uns von einer kleinen Rundfahrt nicht abhalten. Nachdem wir
den Pazifik in Augenschein genommen und einen ersten Eindruck von Victoria gewonnen hatten,
checkten wir im Hotel ein. Auch unsere Unterkunft in Victoria war ideal und sehr zentral
gelegen.
Nach einer kurzen Pause schmissen wir uns in Schale und machten uns zu den Newcombe Singers
auf. Der Gast Chor aus Victoria lud uns zunächst in den Saal der "Christ-Church-School"
zu einem "potluck supper" ein. (d.h. jeder vom Gastchor bringt hausgemachte Gerichte mit,
die dann zu einem Buffet aufgebaut werden.)
Nach dem Essen und dem Einsingen waren wir
dann bereit für den Abend, den wir zusammen mit den Schuhplattlern gestalteten. Der
Gastchor hatte uns bereits in den lokalen Zeitungen beworben und so war der Besucherandrang
recht groß. (Als Beteiligter ist es ja immer schwer ein Urteil abzugeben, ich bin
jedoch fest davon überzeugt, dass man den Abend als tollen Erfolg werten kann.)
Nach dem Konzert folgte ein lustiger Abend mit einigen Damen des Gastchores im Pub "Irish
Times". Dort spielte die Country Gruppe Honeygirl auf. Auch wir durften zwei Lieder
vorbringen.
Besonders die Eigenheit der Beer-pitcher (große Krüge Bier, die am Tisch
selbst aufgeteilt werden…) wuchs uns immer mehr ans Herz. Trotzdem ließen es sich
Einige nicht nehmen, nach der (recht frühen) Sperrstunde (2:00 Uhr) nach anderen
Fortgehmöglichkeiten zu suchen.